Ingenieurbau

Sanierungen von Wasser und Böden, Bodenluftsanierung

Aktivkohle-Service

Der Einsatz von Aktivkohlen stellt nach wie vor eine wichtige Verfahrenstechnik zur Abtrennung organsicher Schadstoffe dar. Kleine, unpolare Moleküle weisen meist eine sehr gute Adsorbierbarkeit auf. Die Adsorptionseigenschaften der eingesetzten Aktivkohlen unterscheiden sich je nach Ausgangsstoff, z.B. Steinkohle oder Kokusnussschale sowie dem Aktivierungsgrad deutlich.

Erste Hinweise auf die zu erwartende Beladungskapazität können den Adsorptionsisothermen entnommen werden. Diese ist abhängig von der zu adsorbierenden Komponente sowie der vorliegenden Konzentration.

Neben der hier ermittelten statischen Gleichgewichtsbeladung für die einzelnen Schadstoffe, ist die Zusammensetzung des Schadstoffgemischs eine wichtige Kenngröße zur Beurteilung der in der Sanierungspraxis vorliegenden dynamischen Mischadsorption.

Unsere mit der Auslegung von Festbettadsorbern erfahrenen Ingenieure erarbeiten hieraus Vorschläge für die optimale Adsorbergröße und Aktivkohlespezifikation.

Neben den preiswerten Standard-Aktivkohletypen, verfügen wir lagermäßig über diverse hochwertige Aktivkohlen. Außer der schnellen Belieferung mit Neukohle, führen wir selbstverständlich auch den Austausch von Aktivkohle durch und stellen die vorschriftmäßige Entsorgung beladener Aktivkohle sicher.

Die BTS steht ihnen gerne auch bereits in der Planungsphase beratend zur Verfügung.

Grundwassersanierung

Die Durchführung und Planung von Pump-and-Treat Maßnahmen aber auch in-situ-Verfahren gehören seit der Gründung der BTS im Jahr 1991 zu unserem Leistungsspektrum.

Die Auswahl der im jeweiligen Anwendungsfall effektivsten Aufbereitungsverfahren sowie die ingenieurgerechte Anlagenplanung- und Erstellung zählt hierbei, ebenso wie die Anlagenbetreuung- und Wartung, zu unserem Dienstleistungsspektrum. Selbstverständlich liefern wir auch alle zur on-site-Aufbereitung benötigten Filtermaterialien wie Aktivkohle, Ionentauscherharze, Fällungs- und Flockungsmittel sowie Spezialchemikalien zur Wasseraufbereitung.

In der heutigen Sanierungspraxis sind Wässer mit einem sehr komplexen Schadstoffspektrum aufzubereiten. Neben den häufig anzutreffenden Kontaminationen mit leichtflüchtigen Halogenkohlenwasserstoffen sowie aromatischen-, aliphatischen- oder polyzyklischen Kohlenwasserstoffen, für die vielfältige, bewährte Aufbereitungstechniken zur Verfügung stehen, stellen heute beispielsweise Belastungen mit perfluorierten Tensiden (PFT) immer wieder neue Anforderungen an die Weiterentwicklung der Sanierungsverfahren.

Wegen der Vielzahl der möglichen Belastungen und den in der Praxis anzutreffenden, unterschiedlichsten Schadstoff-Gemische, ist die Festlegung der in Frage kommenden Sanierungstechnik nur im konkreten Anwendungsfall möglich. In Anbetracht steigender Energiekosten gewinnt hierbei insbesondere die Berücksichtigung energieeffizienter Sanierungstechniken, wie zum Beispiel der Einsatz von optimierten Strippinganlagen und energiesparender Pumpentechnik, immer mehr an Bedeutung.

Unser Know-how aus über 50 erfolgreich durchgeführten Grundwassersanierungen gewährleistet, in enger Zusammenarbeit mit den projektbeteiligten Fachbüros und Behörden, eine in Hinsicht auf Sanierungsdauer- und Kosten optimierte Schadenssanierung.

Phasenrückgewinnung

Die Rückgewinnung von im Grundwasser nicht- oder nur schlechtlöslichen Schadstoffen, wie beispielsweise Mineralöle, Kerosin und einige Tenside, sogenannte LNAPL, aber auch PAK’s und Schweröle, erfordert speziell hierfür konzeptierte Verfahrenstechniken. Der Einsatz herkömmlicher Pumpentechnik ist meist nicht sinnvoll, da die Bildung von Emulsionen und das Mitfördern eines zu großen Wasseranteils hohe Aufbereitungskosten zur Folge haben. Hier gelangen durch die BTS entwickelten Skimmeranlagen und Phasen-Rückgewinnungs-Systeme zum Einsatz.

 

Ölskimmer Typ ÖS / EL

Abgeskimmte Ölphase wird zur Abtrennung von “Restwasser” dem integrierten Leichtflüssigkeitsabscheider zugeführt.

Die durch die BTS entwickelte Skimmeranlagen bieten eine zuverlässige, äußerst störunanfällige Technik zur Förderung von im Grundwasser nicht- oder nur schlechtlöslichen Schadstoffen, wie beispielsweise Mineralöle, Kerosin und einige Tenside, sogenannte LNAPL, aber auch PAK’s und Schweröle. Diese bewährten Skimmeranlagen sind bereits seit 1991 erfolgreich im Einsatz und können in Sanierungsbrunnen mit einem Ausbaudurchmesser ab 4” und Grundwasserflurabstände von bis zu 30 m verwendet werden.

Besonders zeichnen sich die Ölskimmer vom Typ ÖS / EL durch die Unempfindlichkeit gegenüber Verunreinigungen der Phase aus, eine Förderung auch bereits stark biologisch abgebauten Kohlenwasserstoffen ist problemlos möglich. Eine Emulsionbildung wird durch die schonende Förderung mittels des speziellen Bandmaterials sicher verhindert. Das in sehr geringem Umfang (< 3%) mitgeförderte “Restwasser” wird mittels des integrierten Leichtflüssigkeitsabscheider abgetrennt und wahlweise über einen Aktivkohlefilter abgereinigt oder in den Sanierungsbrunnen zurück geleitet. Die Schadstoffphase wird kontinuierlich in den angeschlossenen Lagertank überführt.

Die zentrale SPS-Anlagensteuerung überwacht alle wichtigen Betriebszustände und wertet den Füllstand des Lagertanks kontinuierlich aus. Optional ist eine Datenspeicherung- und Fernübertragung sowie eine Störmeldeübertragung oder eine Anlagen-Fernwartung über GSM-Modem erhältlich. ATEX-Konforme Ausführungen der Skimmernalgen Typ ÖS / EL zur Förderung leichtentzündlicher Kohlen-wasserstoffe (Flammpunkt < 55 ° C) stehen ebenfalls zur Verfügung. Nennen Sie uns hierzu bitte Ihre genauen Stoffdaten.

Projektbeispiel Skimmer

Prospekt Ölskimmer Typ ÖS/EL

Angeboten durch:

Phasen-Rückgewinnungs-System Typ PRS / 60

Mit dem durch die BTS entwickelten Phasen-Rückgewinnungs-System Typ PRS / 60 steht eine weitere zuverlässige und störunanfällige Sanierungstechnik zur Bearbeitung von Grundwasserverunreinigungen mit aufschwimmenden Kohlenwasserstoff-Phasen zur Verfügung. Unsere Phasen-Rückgewinnungs-Systeme Typ PRS / 60 gelangen insbesondere dort zum Einsatz, wo aufgrund der örtlichen Platzverhälnisse eine Installation der Anlagen-technik unmittelbar über dem Sanierungsbrunnen nicht möglich ist. Der Einbau des Positionierungs-Moduls erfolgt unterflur in der Brunnenstube des Sanierungsbrunnens, die Unterbringung der zentralen Anlagensteuerung und eines großdimensionierten Lagertanks erfolgt in einem bis zu 200 m entfernt aufzustellenden Sanierungscontainer.

Die hochauflösende Sensormesstechnik ermöglicht in Verbindung mit dem elektrisch angetriebenen Positionierungsmodul, die vollautomatische, millimetergenaue Positionierung des Pumpenkörpers an der Phasengrenzschicht. Die kontinuierlich arbeitende Messung der Phasenstärke öffnet das großdimensionierte Einlassventil in Abhängigkeit von einer voreinstellbaren Mindestschichtstärke automatisch und gewährleistet so das gezielte “Abschöpfen” von aufschwimmenden Phasen. Die Förderung der Leichtphase aus Sanierungsbrunnen mit einem Ausbaudurchmesser ab 4” erfolgt aus Tiefen von bis zu 40 m pneumatisch. Eine nachgeschaltete Phasen-trennung wird nicht erforderlich! 
Abhängig von der Phasenstärke- u. Beschaffenheit lassen sich Rückgewinnungsraten von max. 60 l/h erzielen!

Durch Verwendung eines sehr robusten, verschmutzungsunempfindlichen Einlassventils und Einsatz geeigneter Werkstoffe (Edelstahl + PTFE), wird ein störungsfreier, kontinuierlicher Anlagenbetrieb sichergestellt, auch hier führen Verunreinigungen der Ölphasen, wie auch bei unseren Ölskimmern, nicht zu einer Funktionsbeeinträchtigung. Die zentrale SPS-Anlagensteuerung überwacht wiederum alle wichtigen Betriebszustände und wertet den Füllstand des Lagertanks kontinuierlich aus. Optional ist eine Datenspeicherung- und Fernübertragung sowie eine Störmelde-übertragung oder eine Anlagen-Fernwartung über GSM-Modem erhältlich. ATEX-Konforme Ausführungen des Phasen-Rückgewinnungs-Systems Typ PRS / 60 zur Förderung leichtentzündlicher Kohlenwasserstoffe (Flammpunkt < 55 ° C) stehen ebenfalls zur Verfügung. Nennen Sie uns hierzu bitte Ihre genauen Stoffdaten.

Projektbeispiel PRS

Prospekt Phasenrückgewinnungssystem Typ PRS 60 – 4″

Pneumatik-Pumpenkörper aus V4A Edelstahl, alle Dichtungen aus PTFE.

Positionierungsmodul

Druckstoßfester Kerosin-Lagertank mit Entnahmepumpe und technischer Belüftung.

Bodenluftsanierung

Kontaminationen der ungesättigten Bodenzone mit leichtflüchtigen Schadstoffen, z. B. LHKW oder BTEX, werden in der Sanierungspraxis häufig durch Absaugung der Bodenluft saniert. Entscheidend für den Sanierungserfolg ist die fachkompetente Maßnahmenplanung.

Unsere erfahrenen Ingenieure stimmen Ausbaudurchmesser und Filterstrecke der Absaugpegel, Anordnung des Absaugnetzes, Leitungsquerschnitte und Abluftreinigungstechnik sorfältig aufeinander ab und wählen anhand der Kennlinien geeignete Absaugaggregate aus.

So können wir die bei der Bodenluftsanierung oft hohen Energiekosten aber auch die Sanierungsdauer erheblich senken.

Wir halten hierzu ein umfangreiches Angebot an diversen Seitenkanalverdichtern, Drehschiebervakuumpumpen und Wasserringverdichtern sowie Aktivkohlefilter und Katox-Anlagen in unserem Mietanlagenpark bereit.

Abluftreinigung

Hot-Spot-Sanierungen von hochbelasteten Bereichen der ungesättigten Bodenzone erfordern in der Regel eine Einhausung des Aushubbereiches. Zur Vermeidung von Schadstoffemissionen ist eine gezielte Raumluftabsaugung mit nachgeschalteter Abluftreinigung notwendig. Die BTS bietet hier praxisbewährte Mietanlagen mit hohen Förderleistungen an.

Absauganlagen zur Bewetterung einer Hallenkonstruktion

Anschluss von drei Absauganlagen auf der Giebelseite einer Einhausung

Saugende Zeltbewetterung bei der Sanierung eines ehemaligen Zechengeländes

Altlastensanierung, Verwertung und Entsorgung

Angeboten durch:

Erkundung und Sicherung von Gefährdungen aus dem Altbergbau

Im Ruhrgebiet wurden beim oberflächennahen Abbau von Kohle großflächig sogenannte Grubenbaue angelegt. Nach und nach brechen diese durch das Gewicht der darüber lastenden Massen zusammen. Diese Einstürze können sich bis zur Oberfläche fortsetzen und führen dort zu den gefürchteten Tagesbrüchen. Allein für NRW geht man heute davon aus, dass das durch Grubenbaue bedrohte Gebiet rund 300 km² umfasst. Ein Großteil davon liegt am südlichen Rand des Ruhrgebietes, etwa südlich der A 40 zwischen Mülheim und Unna.

Um die individuelle Gefährdung eines Grundstücks zu bestimmen, kann durch Erkundungsbohrungen festgestellt werden, ob darunter Kohle abgebaut wurde und welche Gefahr dadurch besteht. Ist eine Gefährdung der Tagesoberfläche nachgewiesen, wird der Untergrund, je nach geplanter Nutzung, in bis zu drei Stufen durch geeignete Baustoffe gesichert. Diese werden zunächst lose in die Hohlräume eingefüllt oder bei Bedarf auch unter Druck eingepresst. Sobald die Baustoffe ausgehärtet sind, ist die Gefahr von Bergsschäden aus dem oberflächennahen Bergbau für immer gebannt.

Die GbE führt alle Erkundungs- und Sicherungsarbeiten mit eigenem Gerät und eigenem Personal aus. Hierzu verfügen wir über 8 Bohrgeräte und 8 vollständige Verfüll- und Verpressanlagen.

Sicherung von Flächen

Ist eine Gefährdung der Tagesoberfläche nachgewiesen, wird der Untergrund, je nach geplanter Nutzung, in bis zu drei Stufen gesichert. Zunächst werden offen Hohlräume drucklos mit Baustoff verfüllt. Der Trockenbaustoff, ein Gemisch aus Zement, Kalkstein und Steinkohlenflugasche, wird mit Silofahrzeugen zur Baustelle angeliefert, dort mit Wasser vermischt und in die Bohrlöcher verpumpt. Bei diesem Verfahren werden bis zu 30 m³ je Stunde verarbeitet.

Können aufgrund der örtlichen Verhältnisse mit diesem Verfahren nicht alle Hohlräume gesichert werden, so erfolgt eine Verfüllung bzw. Verpressung von Baustoff mit Niederdruck und Durchsätzen bis 100 Litern je Minute. Ist auf der Fläche oder auf Teilflächen eine Bebauung vorgesehen oder vorhanden, so erfolgt im letzten Schritt eine gezielte Injektion des Baugrundes mit hohem Druck und Durchsätzen von maximal 20 Litern Baustoff je Minute.

Die GbE Grundbau Essen GmbH führt alle zur Erkundung und Sicherung notwendigen Arbeiten mit eigenem Gerät und eigenem Personal aus. Zu diesem Zweck stehen der Gesellschaft 8 Bohrgeräte sowie 8 komplette Verfüll- und Verpressanlagen zur Verfügung.

Angeboten durch: (grundbau-essen)

Sicherung von Schächten und Stollen

Auch durch die zahlreichen verlassenen, sogenannten Tagesöffnungen (Stollen und Schächte) kann noch für lange Zeit eine Gefahr für die Oberfläche ausgehen. Die Bergbehörden des Landes NRW schätzen die Zahl solcher Tagesöffnungen auf 23.000 im gesamten Landesgebiet. Nach Aufgabe der bergbaulichen Tätigkeit hat man die Stollen und Schächte meist nur locker verfüllt oder abgedeckt. Eine dauerhafte Standsicherheit ist bei diesen Tagesöffnungen daher nicht gegeben.

Die Sicherung jeder Tagesöffnungen erfolgt nach einem individuellen Konzept, das sich ausschließlich an den örtlichen Gegebenheiten orientiert. Unser Leistungsspektrum umfasst sämtliche Techniken, die zur Sicherung von Tagesöffnungen eingesetzt werden.

Angeboten durch: (grundbau-essen)

Spezialtiefbau

Zusätzlich zu den Arbeiten im Altbergbau führen wir auch Arbeiten aus dem Spezialtiefbau aus, die wir mit unseren Geräten realisieren können.

Typische Tätigkeitsfelder sind hier:

  • Ankerarbeiten
  • Erstellung von Kleinbohrpfählen
  • Unterfangungsinjektionen
  • Verfüllung von Bunkeranlagen, Kellern und Rohrleitungen
Angeboten durch: (grundbau-essen)