Menschen auf der Baustelle

Leidenschaft für einen spannenden Beruf

Die Begeisterung für Abbrucharbeiten fühlt man ganz genau, wenn man mit Michél Nicolaus spricht.

Der 48-jährige, gelernte Tiefbauer schwärmt nur in den höchsten Tönen: Von „seinem“ Longfront-Bagger, von „seinen“ Baustellen und den Gebäuden, die er dort oft in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt. Von Altem was geht und Platz der geschaffen wird, um wieder Neues entstehen zu lassen. „Das fühlt sich gut an“, sagt er und wir finden sogar, das hört sich fast poetisch an.Und so ist es auch ein bisschen, wenn man ein Gebäude betrachtet, welches einer neuen Idee weicht. Da vermischen sich oft Melancholie und Vorfreude. „Manchmal sieht es so aus, als hätte in dem Bürogebäude gerade erst jemand seine Tasche genommen und Feierabend gemacht“ sagt Michél Nicolaus oder man entdeckt etwas Verborgenes.

„Es gibt Zimmer in Häusern, die wurden mal so verschlossen, dass nachfolgende Generationen nichts davon wussten und ich lege diese als große Überraschung beim Abbruch wieder frei“, sagt Nicolaus.

Der geborene Dresdner hat seine gesamte Berufszeit auf und mit dem Bau verbracht. Als ursprünglich ausgebildeter Tiefbauer kamen die Großmaschinen dazu und Michél kann sie alle fahren: Raupe, Bagger und natürlich auch den Longfront, immer noch eine besondere Maschine im Abbruchverfahren. Seit 3 1/2 Jahren ist er nun bei der Stricker Umwelttechnik und schwärmt immer noch vom „Abbrechen“. Als Geräteführer ist man vielseitig einsetzbar, aber Abbruch ist eben eine Leidenschaft. Ihn fasziniere das Filigrane, sagt Michèl. „Jeden Tag sehe ich das Ergebnis meiner Arbeit, ich zerlege und separiere die Materialien und Baustoffe und das ist zufriedenstellend“. Michél Nicolaus hat seit 1990, seitdem er aus Dresden Richtung Westen gezogen ist, schon Einiges gesehen und in verschiedenen Städten gelebt. Köln und Bonn oder im Westerwald und nun in Hamm. Dazu 15 Jahre Montagearbeit bei Strabag und Freimuth, da kommen auf einer Landkarte schon einige Orte zusammen. Wir hoffen sehr, dass uns Michél in der Stricker-Gruppe lange erhalten bleibt, denn leidenschaftliche Menschen, die so positiv arbeiten, will man nicht abgeben.