Erschließung ehemalige Emscherkaserne

Entstehung des Wohngebietes Margarethenstraße in Holzwickede

Alle im Umland liegenden alten Bundeswehr Liegenschaften sind mittlerweile weitestgehend verschwunden. So wurden in der Vergangenheit im Kreis Unna gleich mehrere Standorte, in Sölde und in Unna selbst, aufgelöst und für eine neue Nutzung freigegeben. Auch hier wurde großflächig mit Wohnbebauung neu erschlossen und Bauland für die Nahversorgung ist entstanden.

Die großen freigewordenen Standorte bieten Investoren von großflächigen Wohnbebauungen beste Voraussetzungen, zumal sie hier im Kreis Unna alle nah an der restlichen, gewachsenen Infrastruktur liegen und es sich nicht um Randbebauung fern ab vom sonstigen Leben handelt. Die ehemalige Emscherkaserne, als Standort des Luftwaffen Raketenabwehr-Bataillons 21, war ebenfalls ein weitläufiges Gebiet mit großer, eigener Sportanlage. Die damit entstandene Gesamtfläche des Baugebietes in Holzwickede, umfasst ca. 8,8 ha. Nach zuvor erfolgtem Rückbau begann die Stricker Infrastrukturbau im November 2019 mit der Erschließung des Gebietes. Auftraggeber ist die Wilma Wohnen West Projekte GmbH. Der Auftragswert beträgt 2.328.000,00 €. Geplant ist eine Bebauung mit ungefähr 200 Wohneinheiten. Es entstehen sechs Mehrfamilienhäuser, 57 Doppelhäuser, zwei 3er Reihenhäuser und 15 freistehende Einfamilienhäuser.

Neben den klassischen Erdarbeiten entsteht dazu ein Kanal, welcher im Trennsystem erstellt wird. Dies erfordert einen Bodenaushub von 9.000 m³ allein für den Kanalbau. Dazu entstehen drei Regenrückhaltebecken und 242 Kanalhausanschlüsse.

Zahlen und Fakten KANALBAU: 

  • 1.700 m Betonrohre DN300 bis DN500 für Regenwasserkanäle
  • 1400 m Kunststoffrohre DA160 bis DA315 für Schmutzwasserkanäle
  • 140 m Stauraumkanal als Rechteckprofil 2,0m * 1,0m, insgesamt 46 Elemente je 10,8 t
  • 66 Schachtbauwerke DN1000 bis DN2000

Neben den Erschließungsarbeiten sind auch die Erstellung der Verkehrsflächen ein Teil der Beauftragung. Diese belaufen sich auf etwa 14.000 m², welche in der ersten Ausbaustufe zunächst mit einer bituminösen Baustraße versehen werden. Im Zuge des Endausbaus wird der Großteil der Verkehrsflächen gepflastert, ein geringer Anteil wird in Asphaltbauweise ausgebaut.

Zahlen und Fakten STRASSENBAU:

  • 6.000 m³ Schottereinbau
  • 2.500 m² Asphalt
  • 11.500 m² Pflaster
  • 50 Straßenabläufe

Alle Arbeiten liegen innerhalb des Zeitplans und sind auf mehrere Ausbaustufen kalkuliert. Die Fertigstellung der ersten Stufe ist für Mitte dieses Jahres geplant.