Die Stricker Infrastrukturbau geht in die Luft

Früher wurde die Luftbildvermessung mittels kleiner Flugzeuge durchgeführt und waren damit aufwendig und kostenintensiv.

Mit dem Aufkommen der GPS gestützten Vermessung geriet diese Form der Vermessung fast in Vergessenheit.

UAS (Unmanned Aircraft System) im Volksmund Drohne genannt, verhelfen dieser alten Vermessungsmethode nun zu einem Revival.

Die Stricker Infrastrukturbau hat sich entschieden ebenfalls in diese Form der Vermessungstechnik zu investieren und erwarb im September 2019 das Leica Aibot AX20 System. Dieses Komplettsystem besteht aus einer DJI Drohne mit GPS Komponenten von Leica und einer Sony Alpha R7II Vollformatkamera mit 42 Megapixeln für die Bildaufnahme.

Dieses System ermöglicht uns bei einer maximalen Flugzeit von 25 Minuten je Accusatz und geringer Auflösung ein Gebiet von bis zu 64ha auf einmal zu befliegen. Bei einer Auflösung von 1cm verringert sich die Fläche auf ca. 10ha. Um diese Drohne mit einem maximalen Abfluggewicht von 15,5kg fliegen zu dürfen bedarf es eines “Kenntnisnachweises zum Steuern von unbemannten Fluggeräten“ (Drohnenführerschein) welchen Michael Schwarzkopf und Lukas Vielberg im September 2019 absolviert haben. Eine ausgiebige Produktschulung fand in der darauffolgenden Woche bei der Firma Leica in Köln statt.

Die erforderliche Aufstiegsgenehmigung durch die Bezirksregierung in Münster was bereits nach einer Woche erteilt.

Die Drohne soll uns dazu dienen unsere Baustellen bildtechnisch zu dokumentieren und durch die 3D Auswertung Massen schneller und einfacher zu berechnen. Die erzeugten Orthophotos, die verzerrungsfrei und maßstäblich sind, sollen die Abrechnung und auch die Kalkulation im Vorfeld unterstützen.

Wie ist der Ablauf und was ist zu beachten:

  • Vor jedem Flug ist zu prüfen ob es für den betreffenden Bereich eine Flugverbotszone gibt, unabhängig davon ist die erlaubte Flughöhe auf 100m über Grund begrenzt
  • Die Befliegung wird nach Maßgabe der Topographie und des gewünschten Ergebnisses am PC geplant
  • Der Flugplan wird auf die Drohne überspielt und diese fliegt dann das Baugebiet im Raster ab
  • Die aufgenommenen Bilder und die Positionsdaten der Drohne zum Aufnahmezeitpunkt werden in die Auswertungssoftware „Infinity“ von Leica übertragen
  • Das Ergebnis ist dann eine georeferenzierte 3D Punktwolke und das schon angesprochene Orthophoto

Unsere Baustelle in Hückeswagen wird der erste Einsatz für die Drohne, da hier große Mengen an Boden bewegt und dokumentiert werden müssen.

Die Ergebnisse der Drohnenflüge sollen unseren Auftraggebern zu Dokumentationszwecken zur Verfügung gestellt werden.