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Besondere Herausforderung für Kanalbau im Felsen

Radevormwald: Erschließung des Baugebiets „Am Kreuz“

In Radevormwald entsteht mit dem Baugebiet „Am Kreuz“ ein zukunftsweisendes Stadtentwicklungsprojekt. Neben einer neuen Grundschule werden hier attraktive Wohnbauflächen geschaffen. Mit der Erschließung der bishergen Brachfläche wurde Stricker Infrastrukturbau von der Stadt Radevormwald beauftragt.

Der Baustart erfolgte im November 2025 unter der Leitung des Teams von Herrn Wiemer. Nach dem Abschieben des Oberbodens wurden zunächst rund 10.000 m³ Boden bewegt, um die Voraussetzungen für die anschließenden Kanalbauarbeiten zu schaffen. Dabei zeigte sich schnell eine besondere Herausforderung: Unter der Oberfläche stießen die Kolonnen auf massiven Felsen.

Wo üblicherweise ein konventioneller Aushub möglich ist, musste hier schweres Gerät eingesetzt werden. Große hydraulische Stemmhämmer lockerten das Gestein, bevor es mit dem Bagger aufgenommen und abtransportiert werden konnte. Diese aufwendige Vorgehensweise verlangte dem Team hohe Flexibilität und präzise Arbeitsabläufe ab.

Im Zuge der Erschließung wer- den rund 350 Meter Schmutzwasserkanal sowie etwa 400 Meter Regenwasserkanal verlegt. Der Anschluss des Schmutzwassersystems an das bestehende Kanalnetz erfolgte an der südlich gelegenen Landstraße. Um den Verkehrsfluss nicht zu beeinträchtigen, wurde die Verbindung mittels einer grabenlosen Durchpressung direkt vom Baugebiet aus hergestellt – eine technisch anspruchsvolle und zugleich verkehrsschonende Lösung. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung.

Das Niederschlagswasser wird künftig über den Regenwasserkanal in zwei unterirdische Rigolenanlagen geleitet.

Diese speichern das Wasser temporär und ermöglichen eine kontrollierte Versickerung vor Ort. Damit wird die Kanalisation entlastet und gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zu einem modernen Regenwassermanagement geleistet.

Parallel zum Kanalbau werden sämtliche Versorgungsleitungen für Strom, Wasser und Telekommunikation mitverlegt. Den Abschluss der Erschließungsarbeiten bildet der Straßenbau mit Gehwegen und Randanlagen.

Mit dem Einbau der Asphaltschichten ging das Projekt Ende April 2026 in seine letzte Bauphase.

Das Baugebiet „Am Kreuz“ zeigt eindrucksvoll, wie technische Kompetenz, moderne Erschließungskonzepte und engagierte Teamarbeit die Grundlage für neue Lebens- und Bildungsräume schaffen.

Zahlen und Fakten:

• Ca. 10.000 m³ Bodenbewegung

• Ca. 750 m Kanal

• 27 Kanalschächte

• 2 Versickerungssysteme (Rigolen)

• 1x Durchpressung

• 750 m Bord und Rinnenanlage

• 1.700 m² Asphalt

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