Operation am offenen Herzen

Rückbau „Haus 2“ ev. Klinikum Niederrhein, Duisburg, während des laufenden Betriebes.

Zum wiederholten Male sind wir für das Klinikum Niederrhein in Duisburg tätig. Nach erfolgreicher Abwicklung eines vorherigen Bauabschnittes erhielten wir im Jahr 2018 den Auftrag zum Rückbau des Hauses 2. Die unterkellerte Stahl- und Stahlbetonkonstruktion aus dem Jahre 1972 grenzt teilweise direkt an den permanent aktiven Operations-Bereich der Klinik. Äußerste Sensibilität im Umgang mit Schadstoffen sowie bei der Abtrennung des rückzubauenden Gebäudeteils, von den Gebäudeteilen, in denen noch aktiv gearbeitet wurde, waren und sind hier gefordert.

Ein sensibles Umfeld, bei dessen Abbruch die enge Abstimmung mit Gutachtern, Architekten, Klinikverwaltung, Bauherrn, Behörden und Bauleitung oberste Priorität hatte. Ein ausgewiesenes Spezialgebiet der Stricker Umwelttechnik. „Wir arbeiten hier buchstäblich am „offenen Herzen“ der Klinik“
sagt Andreas Mohr, Geschäftsführer der Stricker Umwelttechnik. Die umfangreiche Sanierung der Gebäude von asbesthaltigen, schwachgebundenen Schadstoffen und von Spritzasbest an Stahlträgern, die Verfestigungen dieses Spritzasbestes sowie der Umgang mit asbesthaltigen Putz- und Spachtelmassen an Wänden und Gipskartonverkleidungen, verlangten ein Höchstmaß an Sorgfalt beim Ausbau. Immer im Auge: die speziellen Arbeitsschutzregelungen gemäß TRGS 519.

2.000 m PCB-haltige Fugen an der Außenfassade der Gebäude (Waschbetonplatten) mussten fachgerecht ausgebaut und entsorgt werden. Der eigentliche Abbruch startete in der 46. KW 2019, gefolgt vom Aushub der Baugrube im kommenden Jahr 2020.

Diese Baustelle verspricht daher spannend zu bleiben.

 

Zahlen und Fakten:

  • 10 t schwachgebundener Asbest, ausgebaut, verfestigt und entsorgt
  • 150 t asbesthaltige Abfälle
  • 20 t Mineralfaserabfälle Stricker Umwelttechnik minimal invasiv...
  • 10 t PCB- haltige Abfälle
  • 10.850 m³ Bodenaushub
  • 19.200 m³ umbauter Raum