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Trimodaler Knotenpunkt für die Bauwirtschaft 

Baustoffzentrum Ruhrtal neu im Dortmunder Hafen

Mit der offiziellen Eröffnung des Baustoffzentrums Ruhrtal setzt die Stricker-Gruppe gemeinsam mit BFV-Recycling ein starkes Zeichen für leistungsfähige, nachhaltige und logistisch durchdachte Baustoffversorgung im Ruhrgebiet. Auf einer rund 32.000 m² großen Fläche im Dortmunder Südhafen ist ein hochmodernes Zentrum entstanden, das für Fachleute aus Bauwirtschaft, Infrastruktur- und Gleisbau neue Maßstäbe setzt. Die Arbeiten sind abgeschlossen – der operative Betrieb läuft auf Hochtouren. 

Rund acht Millionen Euro wurden in Fläche, Aufbereitungsanlage und Maschinen investiert. Ziel war es, nicht nur einen weiteren Baustoffumschlagplatz zu schaffen, sondern einen Standort mit echter strategischer Bedeutung für den westdeutschen Bausektor. Das Ergebnis: ein extrem leistungsfähiges Baustoffzentrum, das Annahme, Aufbereitung, Zwischenlagerung und Weitertransport mineralischer Baustoffe effizient bündelt. 

Die Lage unmittelbar am Dortmunder Südhafen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Neben der hervorragenden Straßenanbindung verfügt das Gelände über einen rund 700 m langen Gleisanschluss. Ergänzt wird dies perspektivisch durch einen geplanten Autobahnanschluss über die OW 3a. Straße, Schiene und Wasserstraße greifen hier nahtlos ineinander. 

„Ein trimodaler Standort mit diesen Voraussetzungen ist ein echter Sechser im Lotto“, bringt es Geschäftsführer Kolja Vogel auf den Punkt. Für Bauunternehmen bedeutet dies maximale Flexibilität bei Transportwegen, geringere Emissionen und eine hohe Versorgungssicherheit – gerade bei großen Tonnagen. 

Im Baustoffzentrum Ruhrtal werden grundsätzlich alle mineralischen Baustoffe angenommen und aufbereitet. Der klare Schwerpunkt liegt auf Gleisbaustoffen, insbesondere Gleisschotter. Darüber hinaus werden Materialien für den Hoch- und Tiefbau sowie für industrielle Anwendungen umgeschlagen, aufbereitet und bedarfsgerecht weiterverteilt. 

Die beiden zu jeweils 50 Prozent beteiligten Partner, die Stricker-Gruppe aus Dortmund und BFV-Recycling aus Bielefeld, setzen konsequent auf zertifizierte Qualität und nachhaltiges Recycling statt auf Deponierung. Dass beide Unternehmen aus baunahen Gewerken stammen, zahlt sich aus: Praxiswissen, regulatorische Sicherheit und ein verantwortungsvoller Umgang mit Baustoffen greifen hier ineinander. 

Zum Leistungsportfolio gehört mehr als reine Logistik. Vor der Aufbereitung werden Proben entnommen, Analysen durchgeführt und Materialien entsprechend ihrer Eigenschaften und Einsatzbereiche deklariert. Recyclingbaustoffe müssen klar definiert und für ihren jeweiligen Verwendungszweck zertifiziert sein – sei es im Gleisbau oder im Hoch- und Tiefbau. 

Gebrauchter Gleisschotter wird gesiebt, von Fremdstoffen befreit, gewaschen und neu angeschlagen. Ziel ist es, die Kornstruktur so aufzubereiten, dass der Schotter wieder optimal verkanten kann und damit technisch gleichwertig erneut im Gleis eingebaut werden kann. 

Die Dimensionen des Geländes ermöglichen es, kurzfristig bis zu 100.000 t Schüttgüter vorzuhalten. Bewusst wird die Fläche als Umschlagplatz verstanden. Material soll nicht lange liegen, sondern schnell und bedarfsgerecht weitertransportiert werden. Schotter erreicht den Standort nicht nur aus Recyclingprozessen, sondern auch direkt aus Steinbrüchen im In- und Ausland. 

Aktuell wird die anliegende Bahnstrecke noch final revitalisiert. Gleisbett und Weichen werden durch Stricker Rose Rail, eine weitere Beteiligung der Stricker-Gruppe, saniert. Damit wird der trimodale Ansatz konsequent bis ins Detail umgesetzt. 

Zum Beteiligungsumfeld gehört unter anderem ein eigener Steinbruch im Sauerland sowie eine Kooperation mit einem Steinbruch in Norwegen. Dadurch können im Bedarfsfall Tagesmengen von bis zu 5.000 t bereitgestellt werden. Die Anlieferung erfolgt per Schiff direkt an den Umschlagplatz. Ein Schubverband kann dabei bis zu 4.500 t transportieren. Vor Ort wird das Material unmittelbar auf Bahn oder Lkw umgeschlagen. Mit der Baustofflogistik Ruhrtal steht Kunden zudem ein Schwesterunternehmen am gleichen Standort zur Verfügung, das mit 60 Kippsattelfahrzeugen täglich zwischen 6.000 und 8.000 t Schüttgüter direkt auf Baustellen liefert. 

Das Potenzial des Baustoffzentrums zeigt sich bereits in den ersten Projekten. Aktuell werden unter anderem 20.000 t Schotter für den Rhein-Ruhr-Express abgewickelt. Parallel laufen umfangreiche Gleissanierungen in Köln, Hagen und Wuppertal mit insgesamt über 60 km Streckenlänge – und das Baustoffzentrum Ruhrtal ist mit Bereitstellung und Lieferung direkt eingebunden. 

Mit dem Baustoffzentrum Ruhrtal ist im Dortmunder Hafen ein leistungsstarker, trimodaler Knotenpunkt entstanden, der Recycling, Qualitätssicherung und Logistik auf hohem fachlichem Niveau verbindet.  

Für Kunden aus dem Bau- und Infrastruktursektor bedeutet das kurze Wege, hohe Verfügbarkeit, zertifizierte Qualität und nachhaltige Lösungen – genau das, was angesichts der bevorstehenden Sanierungswellen im Hoch-, Tief- und Gleisbau dringend benötigt wird.  

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