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Rückbau Schillerplatz in Iserlohn

Ein innerstädtischer Großabbruch ist immer eine spannende Herausforderung. Die Gebäude befinden sich stets in einem besonders sensiblen Umfeld von Geschäfts- und Wohnhäusern. Damit sind die behördlichen Auflagen in Bezug auf Lärm, Staub, Arbeitszeiten, eingeschränkte Baustellenlogistik, Verkehrsbeschränkungen und Abbruchverfahren besonders hoch.

Im Februar 2020 bekam die Arbeitsgemeinschaft unter der technischen Federführung der Stricker Umwelttechnik den Auftrag zum Rückbau des mehrgeschossigen, ehemaligen KARSTADT Warenhauses am Schillerplatz in Iserlohn aus dem Jahr 1967. Zugehörig zum Gebäudeteil war auch die Parkgarage mit drei Ebenen. Auftraggeber ist die Stadt Iserlohn, für welche diese bewährte ARGE mit der Prangenberg & Zaum GmbH aus Viersen bereits vor zwei Jahren die Schillerplatzbrücke als Verbindung zum Rathaus an gleicher Stelle erfolgreich in kurzer Zeit abgebrochen hat.

Zu den Hauptgewerken zählt eine umfangreiche Schadstoffsanierung, die komplette Entrümpelung und die Entkernung aller Gebäudeteile zurück auf den Rohbauzustand. Der nachfolgende Rückbau erfolgt aktuell mittels Longfront-Bagger, diversen Hydraulikbaggern und weiteren Spezialgeräten. Nach einem genau festgelegten Rückbauplan sind die einzelnen Gebäudeteile treppenförmig mit Großgeräten zurückzubauen. Dies muss unter besonderer Berücksichtigung der Herausforderungen der örtlichen Begebenheiten gelingen: Hochfrequentierte Fußgängerzonen, der Marktplatz wie auch Hotels mit Außengastronomie und Haushaltsdiscounter in unmittelbarer Nähe zu den Arbeiten.

Insgesamt besteht das Abbruchobjekt aus ca. 245.000 m³ umbautem Raum bei einer Höhe von knapp 28 m. Über 20.000 m² Gipskarton aus Abhangdecken und Verkleidungen, 19.500 m² Bodenbeläge aus PVC, Linoleum und Textil, teilweise auf Gussasphalt Estrichen. Eine Vielzahl an Rolltreppen, Lasten- und Personenaufzügen, Treppenanlagen, Sprinkler- und Technikräumen, Lüftungszentralen, fast 9 km KMF-Rohrisolierungen und eine umfangreiche Fassadensanierung in Bezug auf PCB und Asbest gehören zum Auftragsbestand. Der anfallende Bauschutt wird zum Großteil zu Recyclingmaterial aufbereitet und verbleibt vor Ort. Das umfangreiche Entsorgungskonzept wird planmäßig auf der Baustelle umgesetzt. Ein besonderer Dank an alle Arge-Beteiligten für die reibungslose, unfallfreie und professionelle Umsetzung des gemeinsamen Projektes. Oberbauleitung: Hermann Altepost.